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PanzerKragen

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Panzerkragen

https://www.larpwiki.de/uploads/kr01.jpg

siehe dazu auch:

Rüstungen aus Metall sind realhistorisch häufig nachgewiesen.
Generell sollten bei Metallrüstungen alle Blechkanten, mit denen Spielpartner oder Polsterwaffen in Kontakt kommen können umbördelt (nach innen gefaltet) sein oder eine Materialstärke von min. 2mm aufweisen, sowie rundgeschliffen (ohne scharfe Kanten und Spitzen) sein. scharfe Kanten und Spitzen können die Polsterwaffen von Spielpartnern stark beschädigen!

Qualitätsmerkmale für Metallrüstungen sind z.B.:

  • Schwachstellen (je weniger ungeschützte Körperfläche eine Rüstung "übrig" lässt, umso besser schützt sie den Träger)

  • Bewegungsfreiheit (was nützt eine tolle Rüstung, wenn man sich darin nichtmehr bewegen kann)

  • Materialstärke (man sollte die Teile von Hand nicht verbiegen können)

  • Passform (passende Rüstung ist wesentlich angenehmer zu tragen als unpassende)

  • Kantenschliff bzw. Umbördelung (wir wollen die Polsterwaffen unserer Spielpartner ja nicht beschädigen)

  • Geschübe (wenn vorhanden) (sollten leichtgängig sein)

  • Politur (je feiner der Schliff, umso edler wirken die Teile)

  • Nieten (überstehende Grate und scharfe Kanten machen Polsterwaffen und Gambeson bzw. Rüstwams unnötig kaputt)

Metallkrägen, wie der oben abgebildete sind häufig auf Con zu finden.
Sie dienen meist dazu, Schulterpanzer zu halten, da die meisten Schulterpanzer "von der Stange" eine Vorrichtung besitzen, mit der sie alleine durch einen Panzerkragen und je einen Riemen um den Oberarm am Träger befestigt werden können.

Realhistorisch sind so einfache Plattenkrägen, wie der oben abgebildete (soweit ich weiß) nicht nachgewiesen. Üblicherweise wurden solche Krägen weiter nach oben, vor die untere Gesichtshälfte gezogen, was ihnen auch die Bezeichnung "Bart" einbrachte. Innsbesondere bei den späteren, flachen Helmen, wie dem Schaller, der SturmHaube und machen Formen des EisenHutes wurden solche Bärte verwendet, um den Hals und das Gesicht des Trägers zu schützen.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/b/b6/HJRK_A_79_-_Armour_of_Maximilian_I,_c._1485.jpg/250px-HJRK_A_79_-_Armour_of_Maximilian_I,_c._1485.jpg

siehe dazu auch: Wikipedia-Artikel: Bart (Rüstung)

Diese Bärte wurden später auch beweglich hergestellt, so dass der Träger ihn abseits der Schlacht herunter klappen und so freier atmen konnte.

Die andere Variante der Panzerkrägen (auch "Halsberge" genannt) schützte den Hals des Trägers und war daher meist noch deutlich höher, als ein moderner Hemdkragen:

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/5/5d/Philip_Sidney_portrait.jpg/220px-Philip_Sidney_portrait.jpg

Ein Halsschutz kann auch aus Leder und Kettengeflecht gebastelt werden. Ebenso eignet sich Stoff (in Form von Linothorax-Teilen, in Röhren abgesteppt und ausgestopft oder aus vielen Lagen vernäht - siehe dazu auch den Aufbau eines SteppWams), und dickes Leder. Auch Kombinationen dieser Materialien sind möglich, doch leider nur selten auf Con zu finden.
BildGesucht

Der reale Schutzwert eines Kragens kann von "praktisch nicht vorhanden" (viele LARP-Discounter-Modelle) bis "sehr gut" (an den Träger angepasster Kragen mit Bart) variieren.

Tipps zum Kauf eines fertigen Kragens

  • alle Kanten sollten umbördelt sein oder eine Materialstärke von min. 2mm aufweisen und rund geschliffen sein.
  • keine scharfen Kanten und Spitzen (wir wollen ja weder uns, noch unsere Spielpartner oder deren Polsterwaffen beschädigen. Auch Nietstellen prüfen!)

  • Materialstärke (man sollte das Teil nicht von Hand verbiegen können. Viele Billig-Krägen werden mit "leicht anpassbar" beworben - das ist kein Merkmal für die gute Qualität einer Plattenrüstung!)

  • anatomische Passform (Der Kragen sollte rundherum eng am Träger bzw. dessen Rüstung anliegen. Bei vielen Discount-Krägen ist der Rückenteil nicht ausreichend gebogen und steht dann fast senkrecht vom Hals des Trägers ab. Das sieht nicht nur ziemlich ungünstig aus, sondern kann bei einem Sturz auf den Rücken sogar gefährlich werden!)

  • keine Bewegungseinschränkung (Panzerkrägen dürfen die Bewegungsfreiheit nicht nennenswert einschränken. Viele Krägen sind jedoch so breit, dass er sich hochschiebt, sobald man die Arme hebt, was sehr unangenehm sein kann.)

  • Ist der Kragen nicht an den Träger angepasst, sollte darunter auf jeden Fall ein SteppWams (Gambeson) mit gepolstertem Stehkragen getragen werden, um Scheuerstellen zu vermeiden und im Falle eines Sturzes den Hals rundum zu schützen.


BeispieleGesucht BitteErgänzen


RickS. - 18.03.2013