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LederRüstungenHistorisch

Lederrüstungen im historischen Kontext

Es geht hier um reine Lederrüstungen, nicht um Leder als Trägermaterial für Metallteile.

Es gab sie. Allerdings nicht im europäischen Mittelalter. Da haben sich Gambesone und Kettenhemden in jeglicher Hinsicht als überlegen und günstiger herausgestellt. Vereinzelt wurden offenbar Lederteile über der Kettenrüstung getragen, z.b. lederne Kniekacheln. Im "Lehnhart" wird mehrfach eine Rüstung aus in Wachs gekochtem Leder (Cuir Bouilli) erwähnt, die als Vorläufer für Plattenteile an Unterarm/Unterschenkel getragen wurde.

Die Existenz von Lederrüstungen wird für das Frühmittelalter und die Völkerwanderungszeit angenommen. Es handelte sich wohl um Lamellen- und Schuppenpanzer, wie sie auch aus Eisen und Horn bekannt sind. Solche Rüstungen wurden von östlichen Reitervölkern entwickelt; dort war Leder auch ein nicht ganz so teurer Spaß wie im kultivierteren Westen.

Referenzen für die Existenz von Lederrüstungen existieren für die Antike unter anderem in China (Armee des Qin Shi Huangdi, 200 v.Chr), sowie Hethiter und Phönizier um 500 v. Chr. Ob Römer und Griechen Lederrüstungen trugen, ist umstritten.

Schutzwirkung

Umstritten. Die Behauptung, Leder schütze miserabel gegen Schnitte ist so nicht haltbar. Das Spektrum an Lederarten und -qualitäten ist schlicht zu groß. Sicher ist aber, dass dickes Vollleder hervorragende Schockpolsterung und Schutz vor Abrasion bietet. Dies tut ein guter Gambeson (mit Ausnahme der Abrasion) allerdings auch. Ist der Gambeson zudem aus mehreren Lagen robusten Leinens auf der Außenseite gearbeitet, sollte er einer herkömmlichen Lederrüstung mindestens gleichwertig im Schutz gegen Hiebe und Stiche sein.


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