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TeeStunde

Wie groß sollte eine Teerunde sein?

Im Laufe der letzten Jahre hat das Veranstalten einer Teestunde zunehmend an Beliebtheit gewonnen. Sei es an den Höfen Aturiens, Allerlands, Araniens, Durée-Caresse, Oschenheims oder anderen Ländern mit einer hochstehenden höfischen Kultur, überall pflegt man diese schönen Sitte. Die Auswahl der Teesorten und die Vielfalt des köstlichen Gebäcks lässt so manches Kennerherz dahinschmelzen.

Doch leider hat diese zunehmende Beliebtheit einen unangenehmen Nebeneffekt. Auf Grund der steigenden Anzahl ihrer Anhänger verliert die Teestunde einen sehr wichtigen Aspekt ihrer Eigenheit - die Vertrautheit im kleinen Kreise. War sie bisher eine Gelegenheit, sich in kleiner Runde mehr oder weniger wichtige Ereignisse in lockerer Atmosphäre austauschte, so ist sie nun oft eine Massenveranstaltung einem offiziellem Bankett gleich.

Steif sitzt man da, versucht unverfängliche Konversation zu pflegen und keiner der Teilnehmenden erfreut die Anwesenden durch eine kleine Lesung oder das Vortragen eines Gedichtes oder Liedes in kleiner Runde. Wo bleibt da Raum für den Austausch über die alltäglichen Dinge des höfischen Lebens oder für dererlei kleinen Vortäge?

Nein, so eine Teestunde entspricht nicht dem, was sie zu sein hat! Doch wie kann man die Misere lösen? Ein Ansatz hierzu ist zunächst die Einsicht, dass eine Teestunde anderen Zwecken dient als ein Bankett. So ist es ratsam, die Anzahl der Gäste an einer Teerunde auf maximal ungefähr ein Dutzend zu beschränken und lieber an unterschiedlichen Orten ebensolche kleine vertraute Runden parallel zu gestalten. Nur so kann die Teestunde wieder jenen Zweck erfüllen, wozu sie einst diente.

Alfredo da Ponte
Königreich Aturien


Siehe auch GasLightLarp, TheMenthe, MasalaChai

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