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Religionen/Ceridentum/Predigten/Eheschließung

Von dem Versprechen vor dem Eheschluss

  1. Und es geschah in der 14. Woche im 5. Jahre nachdem Hilarius erleuchtet wurde, dass der letzte der Propheten mit denen die ihm da folgten, in das Lande Avarien, zu dem Ort der da Weißensand heisst kam.
  2. Hier rasteten sie im Schatten der blühenden Kirschbäume und alsbald sahen sie ein Pärchen junger Heiden das sich hier heimlich traf, da sie nicht für einander versprochen waren.

  3. Da berieten die Schüler Hilarii ob dieser Untugend und wie ihr beizukommen sei, doch sie kamen zu keinem Ergebnis und so gingen sie zu Hilarius und baten um seinen Rat.
  4. Also trat der Heilige Aurelius der Bewahrer vor den Propheten Hilarius hin und sagte zu ihm: "Herr, tue uns kund, denn wir dürsten nach der Weisheit des Eynen. Wir erfuhren von Dir wie Ceriden sich ehelichen sollen, doch sage uns nun: Wie können die, welche deswahren Glaubens sind, sich das Versprechen vor dem Ehestand geben und dennoch stets die Gunst des Eynen erstreben, ganz so, wie es uns das Siebte der Manifeste vorgibt."

  5. Der Heilige Prophet erbat sich etwas Zeit, sann eine Weile darüber nach und sprach darauf zu seinen Schülern: "Höret und vernehmt den Willen des Eynen: Wenn denn nun da ein Mann im Namen und unter dem Auge des Eynen ein Weib für sich erkennen will, so müssen beide vom wahren Glauben erfüllt sein. Denn wenn es denn zur Lese kommt, so kann man nicht erst mit der Saat der Rebe beginnen.

  6. Um nun aber den Segen des Eynen zu erlangen soll der Mann nach diesen Worten handeln: Er muss, nachdem er und das Weib gewäget wurden, vor den Augen der Kirche und auf einem Teppich stehend einen Eid auf den Eynen schwören. Er schwöre, daß er nach dem Ablauf mindestens einer Jahresfrist dieses Weib zu seinem Eigenen nehmen wolle. In dieser Zeit darf er nicht an sie rühren, noch an ein anderes Weib, auf dass er nicht der sechsten Verfehlung erliege.

  7. Der Priester reiche beiden nun ein geteiltes Kärtchen mit einem Heiligen darauf, welches als Zeichen des Bundes gelten soll und beide am Tag der Ehe wieder zurückbringen müssen. Erkennt nun aber einer der beiden, dass sie nicht zueinander passen, so müssen sie die Jahresfrist nur verstreichen lassen und sie sind so von ihrem Schwur entbunden. Nach ihren Gründen dafür befrage sie aber keiner."

  8. So sprach denn der letzte der Heiligen Propheten, und der Eyne sprach durch ihn und Aurelius der Bewahrer verzeichnete es in die heiligen Bücher.

Liturgia des Eheschlusses

Weihrauch sei entzündet, der Altar vorbereitet und die Gemeinde werde versammelt.

Der Priester spreche: Oh Eyner, sieh auf uns herab. Zwei gläubige Ceriden wollen sich in Deinem Namen das Eheversprechen geben, um gemeinsam den Weg des einzig wahren Glauben begehen und auch um dieser Welt gläubige Ceriden zu schenken und so den einzig wahren Glauben zu mehren. So wollen wir denn, Kraft Deiner Macht diesen Raum reinigen, auf dass er bereitet sei für diesen hohen Dienst an Dir.

Mit dem Weihrauch werde der Raum einmal durchschritten, um ihn von bösen Geistern und Häretikern zu reinigen.

Der Priester spreche: Oh ihr Wesen der Finsternis und ihr verdammungswürdigen Anhänger des Verderbers. Der Eyne ist mit uns, und dieser ihm geweihte Rauch sei sein Zeichen. Vernehmt die Worte des heiligen Ursinius und hebt Euch von hinnen: Wir sind des Eynen dessen Licht und Pracht alle Finsternis vertreibt, weichet von hier, denn wo der Eyne ist, könnt ihr nicht bestehen!

Der Eyne weilet unter uns - Die versammelte Gemeinde: Zu allen Zeiten!

Der Priester segnet den Raum und die Gemeinde mit dem Zeichen des Auges.

Der Priester spreche: Liebe Gemeinde, am heutigen Tage haben werden N.N. und N.N. sich vor den Augen, Ohren und Herzen ihrer Zeugen und unter dem gestrengen Blick des Eynen das Eheversprechen geben. Begehen wir denn diesen Dienst im Namen des Eynen, der gepriesen sei, als wahrer Schöpfer der Welt und ihr alleiniger Herrscher und singen wir zum Beginn das schöne Lied „Der Eyne möge mit uns sein“ zum Ruhme des Eynen.

Die Gemeinde singe das erbauliche Lied, "Der Eyne Möge Mit uns sein" zum Ruhme des Eynen.

Der Priester spreche: Ich möchte nun die beiden Ceriden vor den Altar des Eynen bitten, die hier und heute das Band des Bundes knüpfen. So tretet denn vor und nennt für alle laut hörbar Euren Namen.

  • Bräutigam: N.N.

  • Braut: N.N.

Der Priester spreche (zu Bräutigam und Braut): N.N. und N.N. Da nach den Gesetzen des Eynen sich nur wahrhafte Ceriden das Eheversprechen geben dürfen, so frage ich Euch, glaubt Ihr wahrhaftig an den Eynen und lebt ihr Euer Leben gemäss den Gesetzen der heiligen Mutter Kirche?

Bräutigam und Braut: Ja, wir sind wahrhafte Ceriden die niemals von dem Weg der Tugend weichen!

Der Priester spreche (zu Bräutigam und Braut): Und habt ihr denn auch, wie es die Gesetze der Kirche von Euch verlangen, wahrhafte Ceriden als Zeugen für dieses Versprechen hierher gebracht? So ruft sie zu Euch auf das sie hinter Euch stehen mögen um Allem gewahr zu werden was sie bezeugen sollen.

Die Zeugen treten vor.

Der Priester spreche (zu den Zeugen): So frage ich auch Euch, glaubt Ihr wahrhaftig an den Eynen und lebt ihr Euer Leben gemäss den Gesetzen der heiligen Mutter Kirche?

Zeugen antworten: Ja, wir sind wahrhafte Ceriden die niemals von dem Weg der Tugend weichen!

Der Priester spreche: (zur Gemeinde) So wollen wir denn, bevor das Eheversprechen gegeben wird, noch gemeinsam zum Eynen beten, mit den Worten "Oh Eyner..."

Die Gemeinde spreche nun ein gemeinsames Oh Eyner.

Der Priester spreche (zur Gemeinde): Bevor das Band des Bundes nun denn gewunden werde, frage ich ob ein gläubiger Ceride einen wichtigen und unumstösslichen Grund angeben mag und diesen heilig beschwören will, der diesen Bund nach den Gestzen der Kirche nicht zuzulassen würde. So trete er vor, nenne seinen Namen und den Grund auf das dieser geprüfet werden möge.

Der Priester spreche (zu Bräutigam und Braut): Da die Gemeinde schweiget soll Niemand weiter dieses Band zerreißen. Als Zeichen dieses Bundes zwischen Euch werde nun das Band des Bundes gewunden.

Der Priester reicht dem links vor ihm stehenden Bräutigam das erste Ende des Bandes.

Der Priester spreche (zum Bräutigam): So reiche ich denn Dir N.N. den Beginn vom Band des Bundes als Symbol des Bundes mit Deinem Weib. Halte diesen Bund fest, so wird der Eyne stets zu Dir und Deinem Weibe halten. Lasse ihn aber nimmer mehr fallen, sonst wäre Dein Fall tief.

Der Priester reicht der rechts vor ihm stehenden Braut den anderen Teil des Bandes.

Der Priester spreche (zur Braut): So reiche ich denn Dir N.N. das Band des Bundes als Symbol des Bundes mit Deinem Manne. Halte diesen Bund fest, so wird der Eyne stets zu Dir und Deinem Manne halten. Lasse ihn aber nimmer mehr fallen, sonst wäre auch Dein Fall tief.

Der Priester spreche (zu Bräutigam und Braut): So wie wir hier stehen, sollt ihr Euer Leben lang miteinander verbunden sein. Ich nehme nun die Mitte vom Band des Bundes als Symbol dass ihr, alleine und im Bunde auch mit der Mutter Kirche verbunden seid. Haltet diese Verbindung und der Eyne wird zu allen Zeiten zu Euch halten und die Mutter Kirche wird zu allen Zeiten mit Euch sein und Euch schützen.

Der Priester spreche (zu Bräutigam): N.N. wenn Du bereit bist, so antworte: „Unter dem Auge des Eynen und mit dem Beistand von St. Severinius dem Wächter, ja dies will ich.“

Bräutigam: Antwortet

Der Priester spreche (zur Braut): N.N. wenn Du bereit bist, so antworte: „Unter dem Auge des Eynen und mit dem Beistand von St. Lucretia der Kunstvollen, ja dies will ich.“

Braut: Antwortet

Der Priester spreche (zu Bräutigam und Braut): So seid denn nun als Mann und Weib verbunden. Kraft meines Amtes, Kraft der heiligen Mutter Kirche und Kraft aller Streiter des Glaubens sei dies verkündet und nimmermehr zurückgenommen.

Der Priester spreche (zu den Zeugen): Habt Ihr dies allesamt vernommen, so tragt es hinaus in die Welt und verkündet es Jedem.

Der Priester spreche (zu Bräutigam und Braut): Nehmt nun die Karte von mir an und wahret sie wohl, denn sie wird Euch von nun an gemeinsam begleiten und soll über Eurer Bettstatt hängen.

Der Priester spreche: (zur Gemeinde): Liebe Gemeinde da wir alle heute ein solch schönes Ereignis erleben duften nehmt diese beiden Ceriden denn in Eure Reihen auf und lasst uns diesen Tag freudig begehen. Seid aber stets daran ermahnt den 9 Versuchungen zu widerstehen. So lasst uns denn ganz im Sinne und zum Ruhme des Eynen feiern. So nehmet denn den Segen des Eynen und gehet sicher und in seinem Namen Eurer Wege und Stege. Denn der Eyne weilet unter uns.

Die versammelte Gemeinde: Zu allen Zeiten!

Der Priester segne die Gemeinde danach mit dem Zeichen des Auges:<<BR>> Der Eine sei vor Euch, um Euch den rechten Weg zu weisen. Der Eine sei neben Euch, um Euch in die Arme zu schließen und Euch zu schützen. Der Eine sei hinter Euch, um Euch zu bewaren vor der Heimtücke böser Mächte. Der Eine sei unter Euch, um Euch aufzufangen, wenn Ihr strauchelst und Euch aus der Schlinge zu ziehen. Der Eine sei in Euch, um Euch zu trösten wenn Ihr verzweifelst. Der Eine sei über Euch, um Euch zu segnen.
So segne Euch der Eine, zu allen Zeiten.