Edit Diskussion History Attachments

LarpApotheke

Dieser Artikel dient lediglich als Sammlung von Hinweisen, kann und soll aber in keinem Falle die ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung ersetzen. Der Hinweis zu Gesundheitsthemen der WikiPedia sollte auch im LarpWiki beachtet werden.

Bei akuten Notfällen: 112 anrufen!

LARP-Apotheke

  • Eine kleine Reiseapotheke für die Spielleitung oder den engagierten Spieler kann sicher nicht schaden, doch was gehört rein, was ist erprobt, was hilfreich?

    Für alles was mehr als eine Kopfschmerztablette oder ein Pflaster erfordert, sollte man sich an einen Sanitäter oder Arzt wenden! Im Zweifelsfall Krankenwagen rufen. Als Notrufnummer sollte europaweit die 112 funktionieren. Mehr dazu unter Verhalten bei LarpUnfällen.

WICHTIG:
Medikamente dürfen einer fremden Person nur und ausschließlich von Ärzten verabreicht werden!
Alles andere zählt die deutsche Justiz zur Körperverletzung (auch wenn das Medikament hilft)!
Selbst einnehmen darf der Patient seine eigenen Medikamente jedoch durchaus.
Je nach Ausbildungsstand dürfen Sanitäter jedoch im Notfall intubieren, Asthma-Spray verabreichen (nur bei lebensbedrohlicher Atemnot!) oder eine Infusion vorbereiten.
Diese anbringen (bzw. stechen) darf jedoch wieder nur ein Arzt!
Verbandsmittel, wie z.B. Mullbinden, Kompressen, Pflaster, etc. dürfen selbstverständlich von jedem bedenkenlos (aber mit Sinn und Verstand) verwendet werden.
Grundsätzlich Gummihandschuhe anziehen, bevor man beim Patienten ankommt, denn später geht das meist in der Hektik unter, und diese Handschuhe können (im schlimmsten Fall dein eigenes) Leben retten!
(Quelle: Sanitätsausbildung für Bayerische Feuerwehr Dezember 2011 - referierende Ärztin: Dr. Johanna Feldmeier) RickS.

Allgemeine Tipps

Das was man so an Empfehlungen für Sportveranstaltungen findet, ist meist ein guter Ansatz, man sollte zusätzlich noch larpspezifisches Einpacken.

Quellen im Web:

Kleine Verletzungen

  • Verbandkasten, Sanitasche, Pflaster(!), Desinfektionsmittel (Spray o.ä.)

Verbrennungen

  • Keine Salben, Mehl, Honig oder sonst etwas! Ist es eine Verbrennung im Sinne eines Sonnenbrandes, dann unter fließendem Wasser kühlen und evtl. mit Gels wie Fenistil o.ä. behandeln. Im Falle eines Sonnenbrandes hilft auch die oft zitierte Quark-/Joghurtmaske, die aber nur bei intakter Haut angewendet werden darf. Bei allem was darüber hinausgeht: kühlen, aber nicht unterkühlen. Das betreffende Körperteil unter fließendes, nicht zu kaltes Wasser halten und bald möglichst in einer Notaufnahme vorzeigen.

Sportverletzungen etc.

  • Gelpacks, Kühlmittel, Voltaren, etc.
    • Das schmerzhafte an einem umgeknickten Knöchel etc. ist die Schwellung, die im Gelenk Druck aufbaut. Erstes Ziel sollte es also sein, die Schwellung so gering wie möglich zu halten. Es gilt im Grunde genommen das gleiche wie oben: Kühlen! Gut dazu geeignet sind 1x Eispacks oder Gelpacks. Falls ihr als Orga/ SL die Dinger zu Hause vergessen habt: nehmt ordinäre Küchentücher, macht sie nass und legt sie in die Kühltruhe. Die so produzierten "Kühlakkus" funktionieren genausogut. Bei allen 3 Varianten gilt: niemals direkt auf die Haut, immer eine Lage Stoff dazwischen, da sonst die Haut geschädigt werden kann. Noch ein Wort zu Voltaren: dies ist eine Schmerzstillende Salbe. Diese wirkt am Besten bei Schmerzen, die aufgrund von Muskelproblemen entstehen, also: der klassische Hexenschuss, die Verspannung, etc. Bei Schwellungen, die nicht durch Entzündungen hervorgerufen sind (also 98% der auf dem Con auftretenden Verletzungen) dürfte Voltaren wenig bis keinen Nutzen bringen. Eine Alternative sind Heparinsalben (besser -gels, da bei diesen der Kühleffekt größer ist), die der Bildung eines Blutergusses entgegenwirken. All diese Maßnahmen nutzen einen feuchten Kerricht, wenn das betreffende Körperteil nicht ruhig gelagert wird!

Gegen Kopfschmerzen etc.

  • ASS, Paracetamol, Pfefferminzöl. Beides nicht zusammen mit Alkohol einnehmen. Die Auswahl an frei verkäuflichen Schmerzmitteln ist groß. Ihnen alles ist eines gemeinsam: sie beeinflussen mehr oder weniger die Gerinnung. Das hat etwas mit dem Funktionsmechanismus dieser Arzneigruppe zu tun. Das in dieser Hinsicht mit Abstand "effektivste" Mittel ist ASS. Wie weiter unten erwähnt, kann es dazu kommen, dass Wunden länger bluten. Sofern man in dieser Hinsicht gesund ist, also noch nie ein Problem damit hatte, braucht man sich wegen einer Tablette ASS auch keine Sorgen zu machen. Diejenigen, die Erfahrung damit haben, wissen so etwas und haben ihre eigenen Medikamente dabei. Prinzipiell ist diese "verlängerte Blutungszeit" bei Paracetamol geringer. Zudem greift Paracetamol die Schleimhaut des Magens nicht so stark an, also etwas, das Leute mit empfindlichem Magen im Hinterkopf behalten sollten. Die Wirksamkeit gegen normale Kopfschmerzen ist in etwa gleich. Die Gefahr bei Paracetamol liegt darin, das es in (sehr) großen Mengen die Leber angreift. Wenn ihr also solche Schmerzen habt, das ihr mehr als 3gr (also 6 Tabletten) Paracetamol zu euch nehmt, dann habt ihr auf einem Con nix verloren und solltet euren Hausarzt aufsuchen! -- IngridCosic

Viele Kopfschmerzen, die ich bisher als LarpSani mitbekommen habe, waren auf Unterzucker (nichts/zu wenig gegessen) oder Dehydration (nichts/zu wenig getrunken) zurückzuführen. Entsprechend konnte ich mit einem Bonbon und einer Flasche stillem Mineralwasser (notfalls auch direkt zuckerhaltige Getränke - am besten ohne Kohlensäure) beinahe 95% der an mich herangetragenen Kopfschmerzen erfolgreich behandeln.
Es lohnt sich also, mit dem Patienten zu reden, ehe man die Medikamente auspackt. ;) (RickS.)

Mittel gegen Insektenstiche

  • z.B. Fenistil, Autan, ...


  • mit vorbeugenden Sprays macht man sich auf Mücken-verseuchten LARP-Geländen sehr beliebt. Ich empfehle hier statt des üblichen Autan entwerder "Anti-Brumm" oder "NoSkito". (Vanessa Pospischil)

    Wer das Glück hatte, in Florida oder Schottland Mückenspray zu kaufen: dieses wirkt zwar in den jeweiligen Ländern meistens nicht gegen Mücken (die sind dort schon resistent *g*), hierzulande haben sie aber durchschlagenden Erfolg. Bisher erfolgreich getestet: Repell (USA), Lifesystems Expedition 100 (Schottland). Vorsicht: Bei beiden auf eventuelle Hautunverträglichkeit achten! Sind eher zum Auftragen auf Kleidung. (LadyGodiva)


  • Für Leute, die allergisch auf die üblichen Mückensprays und -lotionen reagieren oder was anderes wollen, gibt es natürliche Alternativen. Diese wirken nicht so zuverlässig wie die industriellen - aber helfen durchaus:
  • Kokosöl (gute Hautpflege und bei warmem Wetter mit Pinsel auftragbar)
  • Teebaumöl
  • Zitrone (reizt längerfristig die Haut)
  • viel Knoblauch essen (klingt seltsam, aber funktioniert durch den daraus resultierenden Mief)
  • stark riechende Shampoos oder Cremes (hilft definitiv nicht zuverlässig, aber unterstützt)
  • sich ein paar Minuten am rauchenden Lagerfeuer "räuchern"

(Ineksi)


Für nach dem Mücken- oder Bremsenstich, um den Juckreiz zu vermindern:

  • Kortison (Kategorie "chemische Keule") auftupfen
  • Löffelmethode: Einen Metall-Löffel in einer Tasse heißem Wasser erhitzen, leicht abkühlen lassen und dann für ein paar Sekunden auf den zB. Mückenstich aufsetzen. Zur Sicherheit sollte man das zwei bis drei Mal wiederholen. Das Prinzip ist das des "BiteAway" - Hitze zerstört die Stoffe, die den Stich unangenehm machen.

(Ineksi)

Dinge für den Morgen danach (Kater)

  • z.B. Nux Vomica


  • Hier empfehle ich aus eigener Erfahrung folgendes (RobertWaldhans):

  • Große Mengen Mineralwasser (wegen des Flüssigkeits/Mineralienverlustes durch Alkohol)
  • Starker Kaffee (belebt durch Koffein) und Vitamin C (Tablette, frischer O- oder Zitronensaft)
  • Brühe/Suppe (wegen des Nervösen Magens und des Mineralienverlustes) Außerdem:
  • Eine ACC-Tablette nehmen. Is zwar eigentlich ein Hustenlöser, aber der Wirkstoff (Acetylcystein) hilft dem Körper bei der Entgiftung und somit auch gegen den Kater


Ungeziefer, Splitter

  • Zeckenzange, Pinzette
    • In immer mehr Apotheken werden "Zeckenkarten" verkauft, Diese sind aus Plastik im Scheckkartenformat und eine elegantere Version einer Zeckenzange. Auch für Grobmotoriker geeignet ;-) ZeckenInfo

Wichtig:
Zecken IMMER aufheben - optimalerweise mit etwas transparentem Klebeband auf ein Stück Papier kleben und mit Name, Datum und Stichstelle beschriften - und dem behandelnden Arzt übergeben! So können Krankheiten, die durch Zecken übertragen werden, frühzeitig erkannt und entsprechend behandelt werden (z.B. FSME, Borelliose, etc.).

  • Nachtrag: Zecken werden NIEMALS "ausgebrannt" oder am Patienten zerquetscht! Beides gefährdet den Patienten, da Krankheiten so deutlich besser übertragen werden können! Die einzig sinnvolle Methode ist eine Zeckenzange oder eine entsprechend geformte Pinzette. (RickS.)

Sonstiges

  • Frei verkäufliche Mittel gegen Durchfall (z.B. Loperamid) und Aktivkohle dabei zu haben, zahlt sich meistens aus. Prinzipiell sollte man bei Durchfällen keine Mittel einnehmen, die die Darmaktivität hemmen (zu denen gehört Loperamid), da durch den Durchfall auch die ihn hervorrufenden Erreger aus dem Körper entfernt werden. Aber wer möchte auf dem Nachhauseweg alle 15 Min anhalten müssen? Für solche Fälle ist die Kombination eines solchen Medikaments und von Kohle sehr gut.
  • Tampons, Kondome
  • "Stimmschoner", z.B. Halsbonbons oder Tabletten wie "Emser" oder "Isländisch Moos". Zumindest der Ork-Anführer-NSC freut sich, wenn man ihn auch zur Endschlacht noch laut und intensiv brüllen hört. Ein weiteres Hausmittelchen: Salbeitee. Dieser wirkt sehr gut gegen Entzündungen im Mund- und Rachenraum. Tee aufkochen, abkühlen lassen und gurgeln!

Unter Theaterleuten beliebt sind auch "ipalat Halspastillen". Dank Gummi Arabicum und Bienenwachs lassen sie sich problemlos in der Backentasche verstaut von außen an die hinteren Zähne kleben und verbleiben dort auch bei massivem Stimmeinsatz bis zu endgültigen Auflösen. Da sie zuckerfrei sind, macht das auch den Zähnen nichts aus. C.D.M.P.

Gegen Allgemeine Unlust

  • Heisse Schokolade mit viel Whiskey und Sahne. Schokostreusel obendrauf.
    • Auch wenn klar sein sollte, dass es sich hierbei um einen Scherz handelt - noch einmal der Hinweis: Nicht jeder verträgt Alkohol und nicht jeder will Alkohol trinken! Das heimliche Verabreichen von Alkohol oder anderen Drogen kann als Vergiftung zur Anzeige gebracht werden. (RickS.)

PRINZIPIELL:

  • Alle weiteren Medikamente, wie Antiallergika, stärkere Schmerzmittel, Kortison, etc. sollten nicht einfach weitergegeben werden! Wenn jemand chronisch krank ist, gehe ich davon aus, das sie ihre normalen Medikamente in ausreichender Menge auf einem Con dabei haben und ich mir als Orga/ SL keine Gedanken darüber machen muss. Für alle anderen Fälle: ab in die nächste Notaufnahme bzw. 112!

Grüße IngridCosic


Siehe auch: LARP-Unfälle, Schlimmste LARP-Unfälle, LARP-Sani
Zurück zu: LARP Veranstalten


Kategorie/Organisation