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Gleve

Die Gleve

Die Gleve (auch Glaive oder Glefe) ist eine Stangenwaffe mit einer Klinge, die einseitig geschärft in eine Stoßspitze ausläuft. Die Klinge ist bauchig geformt, der stumpfe Klingenrücken dagegen gerade gehalten. Einige Versionen weise auf dem Klingenrücken auch einen Dorn auf. Ursprünglich entwicklete sich die Gleve aus einem einfachen Speer und ist nah mit der kürzeren Kuse verwandt. Auf den Schlachtfeldern des 15. und 16. Jahrhunders eher selten wurde die Gleve aber zu einer sehr beliebten Trabantenwaffe an europäischen Höfen.

Eine ähnliche Waffe allerdings mit erheblich kürzerer Stange existierte schon im 14. jahrhundert und wird teilweise fälschlich mit der Gleve gleichgesetzt. Diese Waffen dürften aber generell eher mit der Kuse verwandt sein.

Sehr ähnlich geformte Waffen gibt es auch im China und Japan und auch einige Fantasywaffen haben deutlich die Gleve zum Vorbild. Teilweise werden diese Waffen dann im Larp nicht klassisch wie eine Stangenwaffe geführt, sondern in einer fließenden Bewegung aus der Hinterhand. Der Übergang zu sogenannten Stabschwertern ist dabei eher fliesend.

Historischer Zeitrahmen:

spätes 15. Jahrhundert bis frühes 17. Jahrhundert, als Trabantenwaffe auch länger.

Charaktere:

Verziert, mit Runen und Verschörkelungen mag sich die Gleve für Elfen eignen, in einfacherer Ausführung ist die Gleve dagegen auch für Kriegsknechte und Milizen geeignet.

Einsatz im Kampf:

Wegen der hohen Reichweite einer Gleve bietet eine solche Waffe seinem Träger einen guten Vorteil gegenüber nur einer Einhandwaffe. In Schlachtreihen und Formationen, z.B. Spießhaufen und Gevierten, lässt sich mit solch langen Waffen recht effektiv und kontrolliert auch aus der zweiten Reihe angreifen. Da das Stechen mit Latexwaffen in vielen Regelwerken verboten ist, muss die Gleve meist als reine Hiebwaffe eingesetzt werden, die Stoßspitze kann also selten als solche verwendet werden.

Regelwerksbesonderheiten:

In vielen Regelwerken verursachen Gleven als Zweihandwaffen mehr Schaden als z.B. Einhandschwerter.

Sicherheitsaspekte:

Wegen dem festeren Griff mit zwei Händen und den im Vergleich zu etwa einem Schwert kürzeren Ausholbewegungen lässt sich eine Gleve recht gut kontrollieren.

Beispielbild:

  • http://www.greifensteig.org/images/articles/stangen6.jpg

Bezugsquellen:

Ansonsten sind Gleven im Larp wenig verbreitet, weswegen sie meist auf Bestellung gefertigt werden müssen.


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