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SpielBerichte/Windhager_Maskenball_2017

Windhager Maskenball 2017 - Vivat Duritia?

  • Ort der Veranstaltung: Burg Schwaneck - Pullach im Isartal - bei München

  • Datum der Veranstaltung: 02.12.2017

  • Orga: Rabenschwinge

  • Gelände:

    • Das Gelände war schon von vorhergegangenen Maskenbällen bekannt. Es handelt sich um einen Bau, der zwar real aus dem 19. Jahrhundert stammt, aber dem Flair und der Optik einer echten Burg sehr nahe kommt.

      Im gleichen Gebäude (aber einem anderen Flügel) befindet sich eine Jugendherberge. Diese mutet deutlich moderner an, ist für das Spiel jedoch nicht nennenswert von Belang, da dort nicht gespielt wird.
      Bespielt werden mehrere große Räume, der Garten und natürlich der große Festsaal. Alle diese Locations bringen schon von sich aus sehr viel Flair auf, und die Orga hat sogar die wenigen noch verbliebenen "Modernigkeiten" abgedeckt bzw. getarnt. Nur offenes Feuer ist im Gebäude nicht erlaubt, daher bleibt die Beleuchtung elektrisch (sehr warmes Licht).
      Der Garten ist voll bespielbar und wunderschön (besonders, wenn wie dieses Jahr eine dünne Schneeschicht liegt).
      Auch das umgebende Gelände ließe sich bespielen (was zur IT-Anreise auch teilweise gemacht wird), ist für den Ball selbst aber praktisch unwichtig.
      Note: 1

  • Unterbringung:

    • Gibt es nicht.
      Der eigentliche Ball beginnt am Nachmittag, und das Time-Out erfolgt gegen 23:00. Die Räumlichkeiten müssen dann bis ca. 24:00 geräumt sein.
      Eine Übernachtungsmöglichkeit besteht von Veranstalterseite aus nicht.
      Die Toiletten sind auf modernem Stand und waren sehr sauber.
      Note: 2

  • Essen:

    • Hier muss unterteilt werden in das "Mittagessen", das zwischen dem "Kurz-Vor-Knapp-Tanzworkshop" und der eigentlichen Con stattfindet, und das In-Time-Buffet, das während des Spiels aufgebaut ist:
    • Mittagessen: Das Mittagessen findet im Speisesaal der Jugendherberge und OT (vor Time-In) statt. Die Qualität ist okay, aber nicht berauschend. Die Portionen sind eher klein. Dennoch ist diese Mahlzeut nach mehreren Stunden anstrengenden Tanzworkshops eine sehr sinnvolle Pause.

      • Note: 3
    • IT-Buffet: Während des Balles ist im Garten, unter einem Vordach ein imposantes Buffet aufgebaut, an dem man Häppchen aller Art finden kann. Geschmacklich sind alle Bestandteile hervorragend und die Portionen sind (wie bei Buffets üblich) reichlich - also ausreichend, um bis kurz vor Time-Out noch fündig zu werden.

      • Note: 1
    • Getränke: Der "Schankraum" bietet eine IT-Bar und einige Sitzmöglichkeiten. Leider erfolgte der Ausschank in diesem Jahr etwas schleppend, da die Abrechnung in Form eines einzigen Buches organisiert war, das den Flaschenhals bei der Getränkeausgabe darstellte. Das Angebot war groß, divers und die Preise sehr fair.

      • Note: 2
  • NSC hinsichtlich Rollenspiel:

    • NSCs gab es nicht viele, und praktisch keinen davon konnte man als solchen während des Spiels erkennen. Entsprechend kann ich hier nur meinen Respekt zum Ausdruck bringen: Eine tolle Leistung der NSCs und der entsprechend Verantwortlichen.
      Note: 1

  • NSC hinsichtlich Kampf:

    • Kämpfe gab es (wie auf einem Ball zu erwarten) praktisch garnicht.
      Natürlich gab es das eine oder andere "Gerangel" - diese waren optisch effektvoll für Umstehende und sehr souverän gehandhabt. Ich hatte nie die Befürchtung, dass etwas OT völlig unsicher oder unkontrolliert war.
      Note: 1

  • Kampf allgemein:

    • Gab es praktisch nicht, daher kann hier keine Wertung erfolgen.
  • Plot ggf. Unterplots:

    • Der Hauptplot des Balls entspann sich aus einer dazugehörigen Conreihe, die ich selbst nicht besucht hatte. Entsprechend kann ich nicht auf eventuelle Querverbindungen eingehen.
      Den Hauptplot stellte dieses mal die Einsetzung eines neuen Herrschers über die Region (hier: Die Baronie Wettershag in den Windhagbergen (DSA))dar. Dies geschah jedoch nicht ohne Umwege und war in weiten Teilen gut verständlich.
      Einen Unterplot stellte eine Gerichtsverhandlung dar, die in meinen Augen etwas "hingewürgt" wirkte. Das Tribunal hörte die Klagen an - dabei erhielt nur Zutritt, wer sehr(!) aktiv darauf bestand. anschließend "Tagte" das Tribunal mehrere Stunden hinter verschlossenen Türen, woraufhin ein Urteil verkündet wurde. Hier hätte man in meinen Augen wesentlich mehr Spiel (und Spielzeit) investieren können. Ich gehe sogar so weit zu behaupten, dass man alleine damit einen ganzen(!) Spieltag für ~30-40 Spieler) hätte füllen können. So wirkte es leider etwas gezwungen und ich hatte den Eindruck, dass ich keinerlei Einfluss auf die Situation nehmen konnte. Schade.
      Der Ball selbst war zwar einerseits "nur" der Rahmen für die Krönung, ich hatte jedoch den Eindruck, dass der Plot nur an sehr wenigen Stellen wirklich im Ballsaal präsent war. Entsprechend konnten Spieler, die "nur" zum Tanzen und feiern gekommen waren, den Ball genießen, ohne vom Plot nennenswert gestört zu werden. Ein gut gelungener Spagat also.
      Note: 2

  • Ambiente:

    • Die Burg Schwaneck selbst ist schon ein extrem tolles Ambiente. Die wenige verbliebenen "Modernigkeiten" wurden von der Orga getarnt bzw. verdeckt.
      Leider gibt es im "Schankraum" eine Kegelbahn, die leider auch benutzt wurde. Das bollern der Kugeln machte es für mich sehr schwer, diese moderne Einrichtung zu ignorieren. Hier hätte ein Schild "nicht benutzen", oder noch besser: eine Stoffbahn vor dem Eingang zu einem deutlich besseren Ambiente beigetragen. Da der "Schankraum" aber kein Hauptschauplatz der Veranstaltung war, fiel diese Störung nicht zu arg ins Gewicht.
      Die bespielten Räumlichkeiten bringen von sich aus schon ein tolle "Burgenfeeling" auf, und waren durchweg schön dekoriert worden.
      Die durchgehende Live-musik tat ihr übriges zu einem wirklich gelungenen Ambiente, dem man die wenigen Schönheitsfehler leicht verzeihen kann.
      Note: 2

  • SL:

    • SLs waren immer (in Rolle - also sehr unaufdringlich) präsent - wurden aber aufgrund des weitgehenden Feier-Charakters der Con kaum gebraucht.
      Note: 1

  • Wurde zuviel oder zu wenig auf Regelwerke geachtet?

    • Das Regelwerk war "DKWDDK" - was bei DSA-Cons eher selten ist. Entsprechend gab es allerdings kaum Anstoßpunkte, die durch das Regelwerk bedingt worden wären.
      Note: 1

  • Preis-Leistungsverhältnis:

    • Die Con kostete 35€ in der ersten, und 50€ in der letzten Staffel. Dafür bekam man ein wirklich tolles Ambiente, sehr engagierte Helfer, NSC und SL, zwei sehr routinierte und souveräne Tanzmeister und Livemusik durch mehrere Musiker und Gruppen. Zusätzlich gab es einen mehrstündigen Tanzworkshop im Vorfeld der Con, ein OT-Mittagessen und ein wirklich tolles IT-Buffet.
      Ich (als Frühbucher) empfand das Preis-Leistungsverhältnis als wirklich exzellent.
      Note: 1*

  • Was hat dir am Con besonders gut gefallen?

    • Mir gefiel, dass man am Plot teilnehmen, aber je nach Lust und Laune auch einfach tanzen und feiern konnte. Dieser Spagat ist alleine schon eine tolle Leistung.
      Zudem war die "Tanz-Crew" - also das Team aus Tanzmeistern und Musikern eine konstante Größe des Abends, die maßgeblich zu einer tollen Ball-Atmosphäre beigetragen haben. Ein absolutes Highlight des Abends war auch das Theaterstück, das (vollständig IT) von Teilen der Orga und einigen NSCs aufgeführt wurde: Darin wurde in gut 20 Minuten die Vorgeschichte des Maskenballs mit viel Augenzwinkern und Humor erzählt, und das sogar in Reimform. Hut ab für diese äußerst kreative Leistung (und die sehr nötige Pause für die Tänzer).

  • Was war auf dem Con echt schlecht?

    • Meine einzigen wirklichen Kritikpunkte sind die laute Kegelbahn und der etwas abrupte Plotverlauf. In der Gesamtheit des Balls empfand ich diese Kritikpunkte jedoch als gut verschmerzbar.
  • Wie fandest du deine Mitspieler? (außer eigene Gruppe)

    • Das Gewandungsniveau war hoch bis sehr hoch.
      Das Rollenspiel war ansprechend und durchgehend sehr gut möglich.
      Mir fiel nur eine etwas unpassende Gewandung auf, und das Rollenspiel miteinander gestaltete sich mit allen, mit denen ich spielte OT unkompliziert und schön.
      Note: 1

  • Würdest du nochmal bei diesem Veranstalter einen Con besuchen?

    • Auf jeden Fall.
  • Fazit:

    • Eine wirklich gelungene Con mit exzellentem Preis-Leistungsverhältnis. Auch wenn der Plot der Conreihe nun eigentlich zu Ende ist, hoffe ich sehr auf eine weitere Veranstalung des Maskenballs - wenn auch ggf. in einer IT anderen Region Aventuriens. Gesamtnote: 1 (sehr gut)

-- -- RickS. 2017-12-06 09:57:36


Impressionen vom Ball:

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