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SpielBerichte/Oschenheim - Nebelschwaden

Oschenheim - Nebelschwaden

16. - 18. Januar 2004 im SLH Winterburg

VERANSTALTER: Oschenheim e.V.

BILDER

LOCATION: Das Schullandheim Winterburg ist ein ehemaliges Amtshaus aus dem 18. Jahrhundert. Abgesehen von einem modernen Sportplatz bietet das Haus ausgesprochen gutes Ambiente. Die Innenräume sind nahezu ohne Dekoration nutzbar und es gibt geräumige Kisten unter den Betten, so daß kein OT-Gepäck herumliegen muß, was auch die Schlafräume problemlos bespielbar macht. Die Orga hatte dennoch das Haus mit Sinnsprüchen und Heiligenkärtchen verziert, um das Klosterambiente zu fördern.

VERPFLEGUNG: Vollverpflegung inclusive der Getränke. Das Haus bietet sehr durchschnittliche, aber ausreichende Herbergsverpflegung. Wein, Bier, Wasser und Säfte wurden von der Orga bereitgestellt.

PLOT: Seltsame Dinge gehen vor in und um die Abtei St. Maternus. Die Bibliothek ist unter ungeklärten Umständen abgebrannt, die umliegenden Bauern erzählen sich von seltsamen Vorzeichen und der Abt liegt im Sterben. Es stellt sich heraus, daß vor einigen Jahrzehnten ein Abt einen Bund mit dem Bozephalus eingegangen ist, und diese unheilige Verbindung führt nun zu allerlei Wirrnissen. Am Ende bestehen die Mönche durch Glaubensstärke und die Hilfe einiger Gäste.

ORGA: Nach langer Zeit mal wieder ein Oschenheim-Con, bei dem ich nicht an der Orga beteiligt war. Ich fühlte mich als NSC sehr gut mit Information versorgt. Es gab Hinweise auf umfangreiche Beschreibungen des ceridischen Hintergrunds im Netz, individuelle Informationen über das Wissen und die Motivation des Charakters und eine Liste aller Spieler mit Bildern. Für die Mönche und Nonnen des Klostes wurden Kostüme gestellt. Anreise und Check-In verliefen aus meiner Sicht reibungslos.

KRITIK: Das Klosterambiente ist, wie ich finde, gut gelungen. Es gab zahlreiche Andachten und Messen und die NSCs waren motiviert und weitgehend diszipliniert in Rolle.

Ich hatte teilweise den Eindruck, daß nicht-ceridische SCs etwas Schwierigkeiten hatten, in den Plot zu kommen, was dadurch verstärkt wurde, daß die Festrollen-NSCs nur Informationen über den Plot-Anteil ihres jeweils eigenen Charakters hatten, und somit fleißig mitplotten konnten. Auf Nachfragen gaben die meisten Spieler allerdings an, trotz des fehlenden Bezugs zum Ceriden-Hintergrund Spaß am Kloster-Ambiente gehabt zu haben. Auch bin ich der Meinung, daß ein Spieler, der sich auf ein Kloster-Con anmeldet, damit rechnen muß, daß die Religion eine starke Rolle spielt.

Obwohl der Fantasy-Anteil aufgrund verschiedener gehörnter bozephalistischer Unholde relativ hoch für ein Oschi-Con war, und die Stimmung der Mönche auch relativ düster war, ist vermutlich die im Vorfeld gewählte Klassifikation als Horror-Con nicht wirklich erfüllt worden (obwohl ich nicht genau weiß, wie gruselig die zahlreichen Träume eventuell waren).

FAZIT: Mir hat es sehr gut gefallen. Da wir mittlerweile mehrere Oschenheim-Cons hatten, bei denen das Spiel maßgeblich von den NSC getragen wurde, werden wir überlegen ob wir nicht noch weiter auf gecastete Festrollen statt des herkömmlichen SC/NSC-Konzepts übergehen.

CC-BY-NC-SA © 2004 RalfHüls
alias Bruder Rafael, Orden des Hl. Hilarius,
Bibliothekar der Abtei St. Maternus zu Oschenheim


Siehe auch Bericht Oschenheim - Nebelschwaden
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