Meinung / Kontroversen / VergewaltigungSpielen / Pro / Diskussion


Mich beschleicht das Gefühl, nicht wirklich eine schlüssige Argumentation gelesen zu haben. Der Text gleicht eher einer Sammlung sinnverwandter, jedoch nicht letztendlich zu einem Zusammenhang gebrachter Ideen, Argumente und Scheinargumente. Alles dreht sich um den Wunsch, Vergewaltigungen als legitimes Rollenspiel auf Cons anerkennen zu lassen. Aber wirklich auf den Punkt kommt der Artikel nicht. Autoren-Kommentare wie "ich habe noch mehr Argumente, aber ich habe jetzt keine Lust dazu, sie zu nennen" verstärken dieses Gefühl nur noch.

Drehen wir den Spieß mal um: Ich möchte auf einem Orgatreffen vor einem Con meine Mitorganisatoren davon überzeugen, dass wir ausgespielte Vergewaltigungen zulassen. Könnte ich mir für die zwangsläufig folgende Diskussion diesen Text ausdrucken und mit seiner Hilfe wirklich jemand überzeugen? Ich behaupte mal: Nur Leute, die sowieso alles mitmachen, weil sie keine eigene Meinung haben.

Alles in allem ist das hier zu dünn. Es gibt keine letztendliche Begründung, warum Vergewaltigungen als alltägliche Szene im LARP auftauchen können sollten. Und von einer gewissen Alltäglichkeit - vergleichbar mit Kämpfen, Vergiftungen, magischen Rituale - müssen wir ausgehen, wenn wir überhaupt über ProVergewaltigungSpielen schreiben wollen.

Vorschlag: Wenn jemand hier wirklich Interesse daran hat, das Vergewaltigungsszenen zum Standard-Repertoire auf Cons gehören sollen, dann sollte er sich den Artikel ProVergewaltigungSpielen einmal gründlich vornehmen. Er soll eine eine Fassung schreiben, die wirklich ein paar echte Argumente liefert. Falls das nicht geschieht, können sich alle übrigen sicher ihren Teil denken.

Verfasst von DutchVanLeuwen




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Hat eigentlich schon mal jemand von euch darüber nachgedacht, warum die meisten Vergewaltigungen eben nicht auf der Strasse oder im nächsten Busch stattfinden, sondern eher durch Vertraute der Frau oder des Mannes und eben in vertrauter Umgebung? Hmm?

Antwort: Weil die meisten Frauen/Männer dazu neigen werden sich gegen einen derartig massiven Übergriff auf ihre Perönlichkeit mit Händen und Füssen zu wehren. Einer vertrauten Person wird es eher gelingen durch Schmeicheleien oder Drohungen unseren Widerstand zumindest einzuschränken, uns zu manipulieren und unser Vertrauen auszunutzen.

Die bisherige Diskussion scheint sehr davon auszugehen, dass das Opfer brav daliegt, sich alles gefallen lässt und sittsam wartet bis der große Held kommt um es zu retten. Das halte ich für arg unrealistisch. So mal als (doch ziemlich kräftige) Frau gesprochen: Jeder Mann (oder anderes), der es auch im Larp ernsthaft versucht, sollte auch damit rechnen eine entsprechende Gegenreaktion aus Schlagen, Treten, Beissen und Kratzen zu erhalten (und jede halbwegs intelligente Frau weiss, wohin sie zu treten hat, selbst wenn sie auf dem Boden liegt).

Das ist in der bisherigen Diskussion, meiner Meinung nach ziemlich unergegangen. Gerade die Contra-Seite scheint davon auszugehen, dass Vergewaltigungen im Larp zum Volkssport werden, wenn man es erstmal erlaubt.

Aber das kann ich mir nicht wirklich vorstellen. Ich stelle jetzt mal die These auf das so eine Wald-und-Wiesen-Vergewaltigung auch für den Mann vor allem eins ist: anstrengend, schmerzhaft und unbefriedigend.

Vor allem wenn er auf der anderen Seite ja immer die Möglichkeit der sanften, stürmischen oder was auch immer Verführung hat. Okay, dauert vielleicht etwas länger, ist etwas aufwendeiger, aber das Ergebnis dürfte dafür mehr als entschädigen... wie heisst es so schön: Liebe macht blind. Naja, passt nicht ganz. Was ich den Männer damit nahelegen wollte, war einfach nur das die meisten Frauen mit den richtigen Argumenten zu einer Menge von Dingen zu bewegen sind, auch im sexuellen Bereich. Die sie dann freiwillig und mit jeder Menge Engagement und Begeisterung mitmachen, ausführen, etc.... Hmmm, wie steht es eigentlich allgemein um IT-Sex???

Argg.. Vom Thema weg....Sorry. BOT

Ich möchte eigentlich gar nicht für oder gegen das Erlauben plädieren, da ich beide Positionen verständlich und nachvollziehbar finde. Es geht dabei, ja mehr als irgendwo sonst im Larp, auch und vor allem um Körpergrenzen (im Sinne von Abstand) und die hat man nun mal und da lässt sich auch kaum ein Kompromis finden.

Ganz ehrlich, ich kann auf sexuelle Übergriffe, die ich als ŽOpferŽ erleben muss it wie ot verzichten. Für mich persönlich wäre eine gespielte Vergewaltigung okay, wenn sie vorher OT mit mir abgesprochen wurde (Im Klartext: Ich werde um Erlaubnis gefragt, was dem Ganzen im Bezug auf meine emotionale Stabilität doch sehr viel an Explosivität nimmmt). In diesem Fall wäre es sogar denkbar sich wirklich in die Opferrolle zu begeben, einfach weil ich mich vorher darauf einstellen kann und es dann ja eigentlich auch will. ;) Sina Marth


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zuletzt geändert am 2012-07-16 11:09:31 durch Tim Drachenroester