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Sicher, ein Waldläufer muss nicht sauber sein (so er nicht gerade ein Elf ist). Wer würde schon einen geschniegelten, gekämmten und persilweißen Waldläufer ernst nehmen? Auch Bauern, Streuner oder der durchschnittliche Söldner kommt mit ein bisschen Dreck und Flecken aus, oder braucht sie sogar, schließlich sind wir ja alle ambientig. Wenn man allerdings nach einem Wochenendcon bei durchschnittlichen 30°C allmählich zur allgemeinen Geruchsbelästigung wird oder plötzlich Schmutz- und Essensflecken auf dem feinen Elfengewand auftauchen, wenn die Lebensmittelfarbe im Heiltrank auf dem Hemd landet oder nach dem Ritual auf der Robe massenweise Holzkohlestriche zu sehen sind, dann ist der Spaß vorbei und das Ding muss gewaschen werden. Damit besagte Gewandung danach allerdings wieder genauso schön aussieht wie vorher und weder kaputtgeht noch einläuft, kommen hier ein paar Tips und Hinweise zur Gewandungspflege bzw. -wäsche.

Waschen, trocknen, bügeln

Wer seine Klamotten selber näht, sollte wissen, dass Stoffe aus Naturfasern (Baumwolle, Wolle, Leinen, Viskose) beim Waschen einlaufen und den Stoff vor der Verarbeitung waschen, und zwar bei mindestens der Temperatur, bei der das spätere Kleidungsstück gewaschen werden soll. Danach kann man das Kleidungsstück bedenkenlos waschen (nur nicht heißer als vorgewaschen), es läuft dann nicht mehr ein. Hat man den Stoff nicht vorgewaschen, sollte man das Kleidungsstück lieber nur kalt waschen.

Baumwolle

Leinen

Polyester

Samt

Seide

Viskose

Wolle

Kaschmir, engl. Cashmere

Diese Stoffe gehören weder in die Waschmaschine noch großartig in die Handwäsche! Kleinere Flecken können behandelt werden wie bei Lodenstoffen. Mit der Hand und Schwämmchen vorsichtig die Stelle mit viel Schaum behandeln. Dann ganz vorsichtig am besten Hängend Trocknen lassen. Keine Schnell Trocknungsversuche mit Föhn etc. Auch Ausbürsten verträgt der Stoff wunderbar. Sollten sich einmal darin größere Falten befinden, oder der Stoff riecht nach Rauch oder anderen Gerüchen. Dann am besten nach Drausen hängen in die frische Luft und das ganze über Nacht. ( Natürlich nicht bei größten Regen oder Schneegestöber! ) Der Stoff wird dadurch etwas Feucht und hängt sich so aus, Gerüche können so auch größtenteils entfernt werden. Sollte dann denoch ein Waschen nötig sein, dann sollte die nächste Reinigung bringen. Ach ja wie bei allen Wollstoffen mögen Motten diese Stoffe zum Fessen gern! Beim Einlagern Mottenpapier oder Lavendelsäckchen nicht vergessen!

Fleckenschonende Methode

Für alle Dreckliebenden, die trotzdem nicht stinken wollen, gibt es noch eine fleckenschonende Methode: möglichst kalt in der Maschine mit Hygiene-Spüler waschen. Der bekämpft die Bakterien und Pilze und läßt die Wäsche wieder duften, ohne allzuviel Flecken mitzunehmen.

Hartnäckige Flecken

Lederpflege

Tipps

Einlagern

Die Motte

Alle Wollstoffe und Felle ziehen Motten magisch an, Baumwolle und Leinen sind dagegen unproblematisch. Grundsätzlich mögen Motten kein Licht, keine frische Luft und Sonne. Wer also seine Felle oder Gewandung auf einer Puppe hängen hat, die in einem Raum steht, wo ständig frische Luft ist oder sogar Licht, für den ist ein Teil der Mottengefahr gebannt. Doch sobald man nicht den Platz dazu hat und Stoffe und Felle in Kisten oder Schränken lagern muss, gibt es folgende Möglichkeiten, die gemeine Kleider- und Fellmotte fern zu halten:

Die Motte ist aber schon da?

Dann keine Panik. Eine fliegende Motte im Raum heißt noch lange nicht, dass etwas befallen ist.

Ein Kontrollblick ist aber dringed angeraten. Motten gehen an die Oberfläche von Stoffen und Fellen! Sprich, wenn man Stoffe oder Kleidung übereinander gefaltet irgendwo liegen hat, dann sollte man sich die sichtbare Oberfläche anschauen.

Ein sichtbares Zeichen von Mottenbefall sind:

Hier gilt: Sofort den befallenen Bestand sichten. Wenn Objekte nur leicht befallen sind, genügt heißes Waschen (ab 60° C stirbt da alles!) und danach ab in den Trockner heiß bis warm! UND wenn man auf Nummer sicher gehen will und die Möglichkeit hat, das Ganze noch an einem wirklich sonnigen Tag einen ganzen Tag in die Sonne. Bei Stoffen, wo Waschen nicht möglich ist, oder bei Fellen, ab in den Wäschetrockner und auf heiß stellen! Ca. 10 Minuten und alles ist tot und hängt im Filter des Trockners. Filter nach jedem Durchgang sauber machen (ist auch gleichzeitig die Kontrolle, wie stark der Befall ist). Sehr empfindliche Objekte kann man auch vorher in einem Wäschesack oder Kopfkissenbezug stecken und dann erst in den Trockner geben (hier gilt die Filterkontrolle wenig, Bezüge nach jedem Durchgang gut auschütteln). Die Hitze ist hier wichtig! Sie tötet Motten und Larven. Alternativ bei ganz empfindlichen Sachen: Einen Dampfreiniger nehmen und alles wirklich heiß abdampfen. Zu stark befallene Objekte und Felle sofort wegwerfen. Eine weitere Alternative für empfindliche Sachen ist es, diese für etwa 2 Wochen in den Gefrierschrank zu legen. Tötet auch alles ab und richtet keinen Schaden an empfindlichen Materialien an.

Genrell gilt: Großzügig den ganzen Bestand sichten und kontrollieren, auch bei Befall, großzügig waschen, trocknen oder abdampfen. Den Schrank, Truhe oder Kommode ausräumen, aussaugen und wischen. Gut trocken lassen und eine Klebefalle aufstellen, um eventuelle noch herumschwirrende Motten einzufangen. Erst danach wieder einräumen. Genügend Mottenpapier oder andere oben genannte Mottenfallen oder Vertreiber aufstellen/auslegen. Ist der Fundus in der Wohnung untergebracht oder in einem abgrenzbaren Zimmer, sollten auch Teppiche, unzugängliche, staubige Ecken und dergleichen überprüft und gereinigt werden. Das ist Großputz? Sicherlich - aber nur so wird man die Viecher wieder los.

Man sollte das Ganze noch mehrere Tage im Auge behalten und in den Wochen danach weitere Kontrollen machen, um sicher zu gehen. Erst, wenn über längere Zeit nichts mehr flattert oder kriecht, ist man auf der sicheren Seite. Und danach? Weiter pflegen und Augen offen halten.


Artikel von Laura, ergänzt von Nount, Ineksi und Hana und KingKongo


Siehe auch Leder

Siehe auch Stoff-Guide

zuletzt geändert am 2012-12-28 20:30:02 durch Allan Wegan