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Larp Frisuren

Immer nur offene, (mehr oder weniger) wallende Haare ist zu langweilig? Nicht nur die Gewandung, auch eine Frisur kann das Charakterkonzept unterstreichen (und zur Verschiedenheit der eigenen Charaktere beitragen).

Flechten und Hochstecken

Ab einer gewissen Haarlänge (und das gilt auch für Männer) lässt sich mit Kreativität einiges machen:

Links mit Frisur-Anleitungen:

Wichtig ist, dass dann auch die Hilfsmittel entweder IT-passend (Lederschnüre, farbige Bänder, Holzspangen, Haarnadeln) oder unsichtbar werden bzw. dezent ausfallen (Haarklammern und Haargummis in der eigenen Haarfarbe). Ein pinkfarbenes Haarband mit "Hello Kitty"-Motiv ist vielleicht nicht ganz so passend ...

Tipp: Haarnadeln oder Kämme lassen sich auch als Schaumstoff-Latex-Version anfertigen (sehen täuschend echt aus, wenn sie sich im Haar befinden) und als heimtückische Giftwaffen im Nahkampf einsetzen.

== Bänder und Schmuck ==

Neben einfachen bunten Bändern kann man alles Mögliche in die Haare einflechten

Sehr schön und historisch belegt ist auch Hair taping (Annähen der Haare an den Kopf mit Bändern). Es lässt sich auch sehr gut zum Fixieren der Haare unter Hauben und Kopftüchern verwenden. Eine Anleitung dazu findet sich unter: Italian Renaissance Hair Taping (engl.) Seite mit Anleitungen. Italienische Frisuren des späten 13-16. Jhd., wie sie sich z.B. auf Ghirlandaio-Bildern finden.

Stylingprodukte und Färben

Perücken und Haarteile

Unerlässlich für die Darstellung von Drows, haarigen Trolle, zottelmähnigen Barbaren oder langhaarigen Elfen, für die Verfremdung von NSCs oder einfach um verschiedenen Charakteren eine deutlich unterschiedliche Optik zu verpassen. Schon sehr günstige Perücken von eBay o.ä. können gut aussehen, allerdings sollte man wissen, auf welche Schwachstellen man achten muss:

Hier findet man eine Anleitung, wie man die eigenen Haare so hochsteckt, dass eine Perücke sich gut darauf befestigen lässt (englisch, mit Bildern): Tutorial: How to do pincurls. Darauf aufbauend erklärt diese Anleitung, wie man eine Perücken-Kappe befestigt und diese zeigt, wie man auf Haaren und Kappe die Perücke feststeckt.

Statt eine komplette Perücke zu nehmen, kann es sich lohnen, mal die Wirkung eines angesteckten Pony, falscher langer Zöpfe oder anderer Haarteile auszuprobieren, Haarteile sind meist etwas komfortabler zu tragen und preisgünstiger. Bei allen Haarteilen und Perücken vorher mal zu Hause testen, wie man das Kunsthaar am besten befestigt, damit es nicht verrutscht, und wie man ggfs. seine eigenen Haare unauffällig und haltbar darunter wegsteckt.

Bärte

Nicht nur Zwerge brauchen Bärte. Bärte können praktisch jedem Männercharakter einen besonders individuellen Ausdruck geben. Voraussetzung: Der Bart ist nicht völlig alltäglich und steht dem Spieler. Typische Beispiele: der lange graue Vollbart eines alten Magiers, der buschige Schnauzbart eines keltischen Kriegers oder der viktorianische Backenbart eines Gentleman aus der Zeit des GasLightLarp.

Der einfachste Weg zum Bart ist, sich einen echten Bart wachsen zu lassen. Vorausgesetzt, man ist mit dem entsprechenden Bartwuchs gesegnet. Der Tragekomfort gegenüber einem künstlichen Bart ist nicht zu überbieten. Nachteil: Die Barttracht braucht Zeit zum Wachsen. Und mit dem echten Bart ist man auch immer im normalen Leben unterwegs.

Wenn ein echter Bart nicht in Frage kommt, bleibt der Griff zum künstlichen Bart. Die Möglichkeiten beginnen beim einfachen vorgefertigten Bart "à la Weihnachtsmann" zum Umbinden.

Einen besseren optischen Eindruck können Bärte aus Wollkrepp oder Kunsthaar machen. Es gibt sie fertig zu kaufen, z.B. bei www.maskworld.com. Wollkrepp an sich gibt es aber auch lose. Es ist nicht teuer, flexibel einsetzbar, einfärbbar und ergiebig. Es stellt eine gute Basis dar, wenn man selber einen realistisch wirkenden Bart herstellen will. Anleitung zum Vorbereiten von Wollkrepp für die Bartherstellung von schminktopf.de Eine Anleitung für einfache Bartteile aus Wollkrepp von schminktopf.de

Den realistischsten Eindruck machen Bärte aus Echthaar. Es gibt sie fertig zu kaufen, z.B. bei www.maskworld.com.

Man kann Echthaarbärte theoretisch auch selber machen. Voraussetzung: Man hat Echthaar in ausreichender Menge und Länge zur Verfügung. Wollkrepp stellt die günstigere und besser verfügbare Alternative dar. Eine Anleitung zum Bartbasteln findet sich auf www.larp-schmiede.de. Dort sieht man, dass man die Befestigungsmöglichkeiten "ankleben" und "umbinden" auch gut kombinieren kann.

Gemeinsame Nachteile aller künstlichen Bärte: Ankleben (mit Mastix oder einem vergleichbaren Klebemittel) sieht meist realistischer aus, als sich den Bart nur umzubinden. Je größer der Bart ist, desto länger dauert aber auch das Anbringen - und natürlich auch das Abnehmen nach dem Einsatz. Ein aufgeklebter Bart stört die Bewegungen der Gesichtsmuskulatur. Die Verklebung lockert sich dadurch im Laufe des Tages immer weiter. Das sieht irgendwann schlimm aus und im Extremfall fällt der Bart sogar ab. Essen, Lachen, Niesen usw. können diesen Prozess erheblich beschleunigen.


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zuletzt geändert am 2013-03-11 17:51:10 durch dslb-084-058-052-105